04.07.2026 - Modus Festival
Partybericht
Als ich bei der Recherche für den Technofans-Kalender drauf gestoßen bin, dass Stephan Bodzin in Hamburg auftritt, konnte ich es nicht glauben. Stephan Bodzin! Einer der wenigen, die ihr Handwerk wirklich gelernt haben. Einer, der in die USA fliegt, um sich einen eigens für ihn gebauten Moog Synthesizer abzuholen.
Aber von vorne: aufgrund meiner immensen Vorfreude habe ich tief in die Tasche gegriffen und mir das VIP Ticket besorgt. Das bot die Vorteile, die Fastlane zu nutzen, schneller an Getränke zu kommen, einen Welcome-Drink zu erhalten und eine Sitzgelegenheit sowie ein eigenes Klo nutzen zu können. Nun ja ... Dixie, Jägermeister und nasse Bänke. Durch das Hamburger Hochsommerwetter - manche nennen es hübscher anthraziter Himmel mit hoher Luftfeuchtigkeit - war die Fastlane nur unwesentlich kürzer als der reguläre Eingang. Aber dafür gab es Gummibärchen!
Insgesamt hat das Wetter intensiv das Magnetfeld des häuslichen Sofas gestärkt, so dass meine Ankunftszeit erst gegen 17:30 war - ca. 3 Stunden zu spät. Mit entsprechend Vollgas in der Frontrow konnte ich diesen Rückstand aber kompensieren.
Ame war für mich somit der erste Act des Abends. Feinste elektronische Klänge, die für Sonne sorgten wo keine war. Nach einem sehr kurzen Umbau stand dann auch schon Stephan Bodzin an den Synthies. Schon die ersten warmen Sounds führten zu Gänsehaut und feuchten Augen - so schön war das.
Monika Kruse im weißen Rennfahrer Anzug zeigte, dass sie in den letzten 25 Jahren kein Stück gealtert ist und knallte ordentliche 303er ins Publikum. Ein wirklich treibendes, druckvolles, reifes Set, mit dem der Abend dann leider um 22:00 Uhr auf dem 45Hz Gelände auch schon wieder ein viel zu schnelles Ende fand.
Mit einem separaten Ticket, ging es dann für andere im Übel und Gefährlich mit Extrawelt weiter.